und geeignet präsentieren konnte. Nach der Literaturübergabe wurde das Material bei ihm beschlagnahmt, ohne dass ein Verdacht auf ihn fiel. Auf diese Weise konnte auch der Kurier aus Westberlin endlich identifiziert werden. Dieser wurde ab sofort im OV "Container" (ab 1976) observiert.

Da die zwei "Anlaufstellen" Meiers nicht mehr genutzt werden konnten, wich Meier nach Cottbus aus. Da aber der Kurier aus Westberlin dem MfS bekannt war, wartete man dort nur auf die Gelegenheit, ihn bei erneuter Einreise in die DDR in Cottbus bei "seiner neuen Anlaufstelle" zu überraschen und zu verhaften, was 1977 geschah.

Daraufhin wurde ein erneutes Gespräch mit Meier geführt und ihm wurde in diesem "Zersetzungsgespräch" seine "organisierte Unfähigkeit nachgewiesen" (S. 14).

Doch Meier ließ sich offenbar nicht völlig verunsichern. Am Ende des Berichts wurde über ihn gesagt, er sei "auch heute noch ein bekanntes Bindeglied der illegalen Sekte in der DDR und ins NSW" (S. 15). Weitere Maßnahmen wären geplant. Dass Koepke die Grenzen des MfS bewusst waren, ging aus seiner Aussage hervor, dass es nicht gelingen wird "Meier aus der bekannten Funktion zu verdrängen" (S. 15).

Eine solche Aussage nach 5 Jahren der Zersetzung sprach für sich. Hier war es dem MfS ganz offensichtlich nicht möglich durch die Konspiration der Zeugen Jehovas zu stoßen.

Es hätte festgestellt werden können, dass durch die fünfjährige Konzentration auf Meier "eine Verlagerung der illegalen Aktivität auf die OPK-Person Zentrum'" erfolgt sei. Hier würde "für die nächsten Jahre" eine "Zersetzungskonzeption" bestehen. Es gäbe hier auch eine bessere IM-Basis. Doch stehe man hier am Anfang.

Ein weiteres Ergebnis der Zersetzungsmaßnahmen wurde im Rückgang der "Haus-zu-Haus-Werbungen" genannt, da Angst vor dem Eingreifen durch die DVP unter den Zeugen Jehovas vorherrsche. Vorläufiges Resümee des Verfassers (S. 17): "Auch so wird durch Verunsicherung der Einfluss der Sekte zurückgedrängt."

Einige Aussagen des Verfassers enthalten eine starke Überbewertung der MfS-Erfolge.

Zum Beispiel wurden einem "Gesprächspartner" der Zeugen Jehovas während eines Zersetzungsgesprächs bestimmte Fakten aus dem OV "Container" genannt. Ebenfalls wurden in diesem Gespräch Fakten aus anderen OV genannt. Als Ergebnis schreibt Koepke: "Die Reaktion allein beim Gespräch seitens des